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Militärkraftwagen Williys Overland MB 4x4

Die Geschichte dieses legendären Geländefahrzeuges begann im Jahr 1940, als der Generalstab der US-Armee nach einem neuen leichten Allzweckfahrzeug mit Allradantrieb für die Truppe suchte. Mehrere Autohersteller beteiligten sich an einer Ausschreibung, und das Rennen machte schließlich das Modell „1/4 ton 4x4 Light Truck MA“ der Firma Willys, die heute zum Daimler-Chrysler-Konzern gehört. Der Entwurf eignete sich ideal für die Fließbandproduktion war mit einem 63 PS Vierzylinder-Motor ausgerüstet, der eine Höchstgeschwindigkeit von 104 Km/h ermöglichte. Die Serienproduktion begann im Jahr 1941, und bis Kriegsende wurden insgesamt 639.245 Stück hergestellt, davon 277.000 in Lizenz bei Ford. Damit ist der Willys Jeep das meistgebaute Fahrzeug des zweiten Weltkrieges. Seinen Namen erhielt der Willys Jeep im übrigen von den Soldaten, die aus der Abkürzung „GP“ für „General Purpose Vehicle“ (=Allzweckfahrzeug) durch Verschleifen der beiden Buchstaben das Wort „Jeep“ bildeten. Dieser Name setzte sich daraufhin bei der Armee rasend schnell durch und wurde zum Synonym für alle leichten geländegängigen Allradfahrzeuge. Noch heute gilt der Jeep als das beste leichte Fahrzeug, das je zu Kriegszwecken gebaut wurde. Er ist einfach instand zu halten, äußerst robust und wendig, leicht zu fahren und schafft Steigungen bis 60 %! Wie die meisten anderen Produkte der amerikanischen Kriegsindustrie wurde auch der Jeep an alle verbündeten Armeen geliefert und kam an allen Fronten zum Einsatz. Die Sowjets entwickelten außerdem auf der Grundlage des Willys Jeep ihren GAZ 64 Geländewagen. Jeeps dienten nicht nur als Kraftwagen für die Truppe, sondern wurden auch für Kampfaufträge herangezogen. Sie konnten mit einem 7,62mm MG bestückt als Aufklärungsfahrzeuge dienen oder als Fortbewegungsmittel für die von den deutschen Panzerbesatzungen gefürchteten amerikanischen Bazooka-Teams. Im Afrikakrieg benutze unter anderem der britische Special Air Service (SAS), eine Elitetruppe für Spezialeinsätze, umgebaute und schwer bewaffnete Jeeps für Sabotage- und Störangriffe tief hinter den deutschen Linien.

In BATTLEFIELD 1942 ist der Jeep das Mittel der Wahl, um zwei Soldaten schnell über eine große Distanz zu befördern. Dabei ist jedoch ein gewisses fahrerisches Talent angesagt, denn wie sein Gegenstück in der Realität erreicht der Willys Jeep im Spiel eine höhere Geschwindigkeit als jedes andere Fahrzeug – Zusammenstöße sollte man daher vermeiden. Da er nicht gepanzert ist, ist der Jeep gegenüber Waffenwirkung jeder Art verwundbar und kann seine Passagiere nicht schützen.

Quellen:

Jeepfreund

Jeep-Page

Sitze: Fünf, im Spiel 2
Waffen (Standard): Keine
Klassifikation: Leichtes Allzweckfahrzeug
Versionen:

Der Jeep wurde während des Krieges im wesentlichen in zwei Baureihen hergestellt: Die ersten von 1940 bis 1941 gebauten Fahrzeuge trugen die Serienbezeichnung MA, der größte Teil der Jeeps aber gehörte zur Baureihe MB (1941-1945) mit dem so typischen und unverwechselbaren Kühlergrill. Auch die bei Ford produzierten Fahrzeuge wiesen geringfügige Änderungen auf, die jedoch für Laien nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Nach dem Krieg folgten auf der Basis des Ursprungsentwurfes zahlreiche Nachfolgemodelle, die unter den Namen Jeep Wrangler und Jeep Cherokee bis heute gebaut werden.

Versionen im Spiel:
Das in BATTLEFIELD 1942 verfügbare Modell entspricht einem Standard-Willys MB Jeep ohne Bewaffnung, wie er auf allen Kriegsschauplätzen zu finden war. Abgesehen von der Begrenzung der Transportkapazität auf zwei Soldaten ist die Darstellung des Fahrzeugs sehr originalgetreu gelungen.
Der Jeep im Einsatz: Diese Kolonne passiert in einer eroberten französischen Stadt einen Sherman-Panzer mit Räumschild, der den Schutt von der Straße schiebt.

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